Traditionelles Taekwon-Do Reutlingen
Traditionelles Taekwon-Do Reutlingen

Ursprünge

Es existieren zahlreiche Legenden. Scheinbar entstand die einfache Form des T´ae Kyon (Vorform des TKD, bedeutet soviel wie "tänzerischer Fußkampf) durch Beobachtung der Angriffs- u. Verteidigungstechniken wilder Tiere. Die Techniken wurden auf menschliche Bewegungsformen übertragen.

Es gibt viele Hypothesen um die Anfänge, sie werden in China, Japan und Korea vermutet. Wahrscheinlich entstand der offene Hand-u. Fußkampf nicht nur in einem Land, sondern hat vielmehr natürliche Entwicklungen an unterschiedlichen Orten durchlaufen.

Es gibt Aufzeichnung von etwa 50 v. Chr., die typische TKD-Techniken beinhalten.

Dies sind Malerein an der Decke zweier Königsgräber aus der Koguryo-Dynastie.

Sie wurden 1935 von japanischen Archäologen entdeckt und als Kampftechniken des "Soo Bak" identifiziert. Soo Bak wurde auch in China unter dem Namen Kung Fu und in Japan unter dem Namen Judo bekannt.

TKD, Judo und Kung Fu, in ihrer Urform, scheinen anhand ihrer Techniken die ältesten Kampfsportarten zu sein und ähnlichen Ursprung zu haben.

 

In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten war Korea in drei Königreiche aufgeteilt. Das kleine Silla war in ständiger Kampfbereitschaft, durch die Übermacht des Nordens. Es war gezwungen die eigene Kraft und Stärke in jeder Beziehung zu erhalten und zu verbessern. Die Kultur des Landes erblühte. Jeder, der in den Staatsdienst gehen wollte, musste in TKD-ähnlichen Techniken ausgebildet sein. So entwickelte sich eine geistige Überlegenheit, die das Widerstandsvermögen des kleinen Königreichs maßgeblich beeinflußte. Unter der Führung von Kim Yun Sin und im Bündnis mit China konnte sich das kleine Silla, im Jahre 668, die anderen Reiche einverleiben. Daraufhin wurde eine friedliche Vereinigung aller Länder ermöglicht. Diese hielt bis zum kommunistischen Einbruch 1951.

 

Ende des 6. Jahrhunderts drang der Buddhismus und somit auch der Zen-Buddhismus nach Korea vor. Der König Chin-Hung, besonderer Förderer der geistigen Entwicklung im Sinne buddhistischen Gedankenguts, gründete die Organisation Hwa Rang (Blume der Jugend).  An der Entstehung war auch die hochgebildete Prinzessin Won Hoa beteiligt, sie führte die Organisation an, wie später auch andere Frauen.

660 wurde Hwa Rang von Männern übernommen.

Der Vereinigung gehörten loyale, mutige, junge Persönlichkeiten an, die als Symbol für körperlich-seelische Harmonie stehen sollten. Sie arbeiteten an der Verwertung des Ideenguts des Zen- Buddhismus und legten einen weiteren Grundstein für die Entwicklung des TKD. Dieses Ideengut wurde auf alle Lebensbereiche ausgeweitet ( Künste, Wissenschaften und auch Kriegshandwerk). Die Hwa Rang Do Gemeinschaft entwickelte sich langsam von der Jugendorganisation zu einer Ritterkaste, ähnlich dem japanischen Samurai.

Die kriegerischen Künste wurden im Laufe der folgenden Jahrhunderte immer weniger gebraucht, so dass der Aspekt der Gesunderhaltung und der sportliche Wert in den Vordergrund traten.

das Gemälde „Daekwaedo“

zeigt im unteren Teil einen

Taekgyeon-Kampf

Museum der Universität Seoul

1910 fielen japanische Truppen in Korea ein und das T´ae Kyon wurde verboten. Die Kriegskunst sollte ausgelöscht werden.

Das Do war jedoch so stark, es existierte im Stillen weiter und erfuhr dadurch einen Aufschwung. Jetzt war die Bedrohung von Außen zurück und der ursprüngliche Anlass des Ausübens war wieder gegeben.

Die Unabhängigkeitsbewegung gegen die japanische Herrschaft begann 1919 und 1945 erfolgte der Abzug der Truppen.

 

Zwischenzeitlich avancierte das T´ae Kyon, das sich mit Karate vermischt hatte, laut General Choi Hong Hi zur beliebtesten Freizeitbeschäftigung. Nach der langen Unterdrückung widmete man sich wieder vermehrt der eigenen kulturellen Errungenschaften. Es bildeten sich unterschiedliche Stile.

 

Während des Korea Krieges 1950-53 zeichneten sich T´ae Kyon geschulte Einheiten aus. Deshalb wurde dies fester Bestandteil der militärischen Ausbildung.

 

1955 schlossen sich die wichtigsten Schulen zusammen und der Name T´ae Kyon wurde vom südkoreanischen General Cho Hong Hi zum Tae-Kwon-Do umgeändert. Dieser Name wurde allerdings nur von den 3 größten Schulen akzeptiert.

 

1961 entstand zunächst ein nationaler Dachverband in Korea, "die Korean Amateur TKD Association", unter der Leitung von Choi Hong Hi.

 

1965 bereiste ein koreanisches Demonstrationsteam, unter der Leitung Choi´s, Afrika, den Vorderen Orient und Europa. Das Team bestand aus 5 Großmeistern, darunter auch Kwon Jae-Hwa. In Deutschland gab es Vorführungen in Frankfurt und in München.

Kwon entschied sich in München zu bleiben.

 

1966 wurde die " International TKD Federation gegründet, die Präsidentschaft übernahm Choi Hong Hi.

 

Zwischen 1965 und 70 entstanden gerade im Ruhrgebiet viele Schulen, da koreanische Gastarbeiter (Bergleute), darunter auch einige TKD Meister, dort ansässig wurden. Sobald die Arbeitsverträge abgelaufen waren, verteilten sich die koreanischen Meister in unterschiedlichen deutschen Großstädten. Die italienischen, spanischen und türkischen TKD Schüler gingen in ihre Heimat zurüch, um dort eigene Schulen zu gründen.

 

1968 wird die Sektion TKD innerhalb des Deutschen Judo Bundes gegründet

 

1971 wird Kwon Jae-Hwa zum Cheftrainer ernannt.

Im gleichen Jahr zerstritt sich die Führungselite des koreanischen TKD-Verbandes und Choi Hong Hi wanderte nach Kanada aus, um dort die International TKD Federation (ITF) zu gründen.

 

1974 gründete Großmeister Kwon Jae-Hwa das International TKD Black Belt Center in Fort Lauterdale und distanzierte sich zusehends von WTFund DTU.

 

1980 gründete er das TKD Black Belt Center in München

 

 

 

 

 (um 1900) wurde von einem unbekannten Fotografen aufgenommen und zeigt Kinder beim Taekgyeon

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